Wirksame Anreize sind gut investiertes Geld
Beitrag von Sebastian Gassner, Landtagsabgeordneter
Explodierende Öl- und Gaspreise wecken schnell den Ruf nach staatlicher Unterstützung und Subventionen. Doch wenn ein Gut, wie Öl- und Gas knapp wird, ist es schlauer, die Nachfrage zu reduzieren, statt das ohnehin knappe Angebot zu subventionieren.
Wärmepumpen brauchen deutlich weniger Energie als Brennöfen. Fernwärme von der KVA ist im Überfluss vorhanden. Holz ist bis zu einem gewissen Volumen regional verfügbar. Den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme zu fördern, ist also der richtige Weg. Damit wird sowohl der Energieverbrauch als auch die Nachfrage nach Öl und Gas reduziert. Dieser Umstieg kann auf viele Wege erfolgen.
Das Volk hat sich vor zwei Jahren gegen verschärfte Gebäuderichtlinien ausgesprochen. Gleichzeitig beweist der massive PV-Ausbau die Wirksamkeit der Investitionsförderung. Im Mai-Landtag hat die FBP-Fraktion die Übernahme der EU-Gebäuderichtlinie deshalb mit einer klaren Erwartung an die Regierung zurückgewiesen. Der Volksentscheid ist zu berücksichtigen, indem stärker auf Anreize gesetzt wird. Nur dann wird die Umsetzung konfliktfrei gelingen.
Der neue Vorschlag einer befristeten Abwrackprämie der Solargenossenschaft zeigt, dass unser Werkzeugkasten längst nicht ausgeschöpft ist. Wirksame Anreize sind gut investiertes Geld, da sie direkt in die Unabhängigkeit der einzelnen Haushalte und in günstige Wohnkosten einzahlen.
