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Planungssicherheit schaffen, ohne neue Bürokratie!

Beitrag von Markus Beck, Vize-Vorsteher Schaan

Der Wunsch nach mehr Planungssicherheit in der Landwirtschaft ist berechtigt. Wer in Bodenfruchtbarkeit, Tierhaltung, Maschinen, Biodiversität oder seinen Betrieb investieren soll, braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade weil viele Betriebe auf Pachtland angewiesen sind, dürfen Pachtverhältnisse nicht von kurzfristiger Unsicherheit geprägt sein.

Aus meiner Sicht sollten wir aber nicht vorschnell nach neuen gesetzlichen Vorgaben rufen. Gute Lösungen entstehen oft dort, wo Eigentümer, Pächter und Gemeinde gemeinsam Verantwortung übernehmen. Schaan zeigt mit der Stiftung Pachtgemeinschaft, dass ein solcher pragmatischer Weg funktionieren kann. Nebst den gemeindeeigenen landwirtschaftlichen Flächen können auch private Bodeneigentümer ihre Parzellen der Stiftung zur Verwaltung und Verpachtung übergeben. Ziel sind sinnvoll arrondierte Flächen, langfristiger Planungshorizont und ein reduzierter administrativer Aufwand.

Davon profitieren beide Seiten, Eigentümer erhalten eine kostenlose Verwaltung, klare Nutzungsvorschriften, einen fairen und gesicherten Pachtzins sowie die Gewähr, dass ihre Böden fachgerecht gepflegt werden. Landwirte erhalten mehr Planungssicherheit, besser arrondierte Flächen, faire Pachtzinse und durch die Stiftung eine klare Ansprechperson.

Für mich ist die Pachtgemeinschaft Schaan deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie man Unsicherheit abbauen kann. Zuerst sollten wir solche lokalen Modelle stärken und daraus lernen. Wenn sich klar zeigt, dass die Landwirtschaft darüber hinaus gesetzliche Leitplanken braucht, dürfen wir uns dem nicht verschliessen. Entscheidend ist, dass die Lösung praxistauglich bleibt: mit mehr Planungssicherheit für die Betriebe, Respekt vor dem Eigentum und möglichst wenig zusätzlicher Bürokratie.

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