Kostendynamik im Gesundheitswesen bremsen
Beitrag von Daniel Salzgeber, Landtagsabgeordneter
Wenn man sich die vorliegenden Zahlen anschaut, zeigt sich in den letzten fünf Jahren eine deutliche Zunahme bei den Anträgen, den Bezügerinnen und Bezügern sowie den ausbezahlten Beträgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass seit 2023 mit den Steuerunterlagen gezielt auf die Prämienverbilligung hingewiesen wird und der Anstieg somit teilweise auch auf die bessere Information und den erleichterten Zugang zurückzuführen sein dürfte. Diese Entwicklung zeigt für mich, dass das Modell der Prämienverbilligung funktioniert und für immer mehr Menschen eine wichtige Entlastung darstellt.
Gleichzeitig bestätigen mich die Zahlen in meiner Haltung aus der letzten Landtagsdebatte zum OKP-Staatsbeitrag. Wenn das Land zusätzliche Mittel zur Entlastung der Bevölkerung einsetzt, sollten diese möglichst gezielt bei jenen ankommen, die sie tatsächlich benötigen. Die Prämienverbilligung ist für mich heute dafür ein geeignetes und zielgerichtetes Instrument.
Was für mich aber auch ganz klar ist, wir dürfen uns nicht darauf beschränken, steigende Gesundheitskosten Jahr für Jahr mit mehr Steuergeld abzufedern. Wichtig ist, die Kostendynamik im Gesundheitswesen selbst zu bremsen. Mit den geplanten Reformen im Medikamentenbereich, den Arbeiten zur Altersmedizin und dem kürzlich vorgestellten Massnahmenpaket der Regierung liegen verschiedene konkrete Ansätze auf dem Tisch. Nun ist es wichtig, ins Tun zu kommen und die Massnahmen konsequent umzusetzen. Gleichzeitig müssen die administrativen Engpässe bei der Bearbeitung der Anträge behoben werden, denn wer auf Unterstützung angewiesen ist, sollte nicht unnötig lange auf einen Entscheid warten müssen.