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FBP will Service Public im Energiesektor stärken

Die FBP-Fraktion hat ein Postulat zur gezielten Stärkung des Service-Public-Auftrags im liechtensteinischen Energiesektor eingereicht. Angesichts der volatilen Entwicklungen auf den Energiemärkten zielt der Vorstoss darauf ab, die Preisstabilität für Haushalte und Unternehmen nachhaltig zu sichern und die Transparenz der staatlichen Energieunternehmen deutlich zu erhöhen.

«Energie ist kein Luxusgut, sondern ein essenzieller Bestandteil der Grundversorgung. Jede Bürgerin, jeder Bürger und jedes Unternehmen im Land ist rund um die Uhr darauf angewiesen», betont FBP-Landtagsvizepräsidentin Franziska Hoop. «Was am Monatsende auf der Rechnung steht, darf für unsere Haushalte und Betriebe kein unkalkulierbarer Kostenfaktor sein. Wir müssen sicherstellen, dass die Grundversorgung bezahlbar und verlässlich bleibt.»

Das Postulat lädt die Regierung ein, zu prüfen, wie der Auftrag der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) sowie von Liechtenstein Wärme (LW) präzisiert werden kann. Im Fokus stehen dabei die Optimierung der Eignerstrategien, die Vermeidung von Doppelspurigkeiten durch eine engere Zusammenarbeit und eine konsequente Entflechtung vom monopolistischen Netzbetrieb und den freien Wettbewerbsbereichen, um Marktverzerrungen zu verhindern.

«LKW und Liechtenstein Wärme sind öffentliche Unternehmen – sie gehören uns allen. Damit tragen sie eine besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft», erklärt FBP-Abgeordneter Sebastian Gassner. «Im Vordergrund soll nicht die Gewinnmaximierung stehen, sondern die faire und leistbare Energieversorgung des Landes. Wir fordern Instrumente zur Preisstabilisierung, um extreme Preisspitzen künftig besser abzufedern.»

Ein zentraler Pfeiler des FBP-4-Punkte-Programms

Der Vorstoss zur Stärkung des Service Public ist ein zentraler Pfeiler des im Januar lancierten 4-Punkte-Programms der FBP, mit dem die Partei die Standortattraktivität und die staatlichen Strukturen Liechtensteins modernisieren will. «Die Welt und damit auch unser Land stehen vor einer entscheidenden Entwicklung. Es ist unsere Pflicht, uns heute verstärkt Gedanken um die Zukunft zu machen und sicherzustellen, dass das Wohl der Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner weiterhin im Zentrum der Aktivitäten unserer Staatsbetriebe steht. Mit diesem Programm fordern wir von der Regierung klare Strategien für die zentralsten Themen unserer Landesentwicklung», erklärt FBP-Präsident Alexander Batliner.

Transparenz und lokale Innovation als Schlüssel

Ein weiteres Kernanliegen des Postulats ist die Erhöhung der Transparenz bei der Kosten- und Preisbildung. Für die Endkunden soll künftig klar nachvollziehbar sein, wie sich die Tarife aus Netz, Vertrieb und Produktion zusammensetzen. Zudem sollen die Rahmenbedingungen für lokale Energieinitiativen verbessert werden, um die regionale Versorgungssicherheit zu stärken. «Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachvollziehbarkeit. Vertrauen entsteht durch Transparenz», ist Franziska Hoop überzeugt. «Gleichzeitig müssen wir innovative Kooperationsmodelle fördern, die einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten.»

Sebastian Gassner unterstreicht abschliessend: «Die Preisschwankungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir unsere Schutzmechanismen schärfen müssen. Es ist unsere Verantwortung, dass Liechtenstein auch künftig ein attraktiver Wirtschaftsstandort und ein bezahlbarer Lebensraum bleibt. Eine klare strategische Ausrichtung unserer Energieunternehmen ist dafür der entscheidende Schritt.»

Die FBP ist überzeugt: Ein modernisierter Service-Public-Auftrag im Energiesektor ist der Schlüssel, um Versorgungssicherheit, Transparenz und wirtschaftliche Tragbarkeit für alle nachhaltig zu sichern.

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